Die Dorfkirche St. Ulrich in Birkmannsweiler

Dorfkirche St. Ulrich

Dorfkirche St. Ulrich

Die Geschichte der Dorfkirche St.Ulrich ist eng verbunden mit der Mutterkirche, der Schlosskirche in Winnenden. Bevor die Kirchengemeinde 1840 selbstständig wurde, kamen über Jahrhunderte die Winnender Pfarrer zu einigen Gottesdiensten im Jahr nach Birkmannsweiler. Patronatsherr der Birkmannsweiler Kirche ist Bischof Ulrich von Augsburg. Die erste von Rom aus erfolgte Heiligsprechung war die des Bischofs Ulrich von Augsburg 993. Über das ganze Mittelalter wurden dem Hl. Ulrich, auch in unserer Gegend, Kirchen geweiht. Deshalb ist die Namensgebung der Kirche nicht geeignet, zu einer Datierung zu kommen.

Zur Baugeschichte

Die Kirche wird im Jahr 1524 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und zwar im wirtembergischen Lagerbuch, sie ist aber vermutlich älter. 1685 gibt es eine erste Abbildung des Dorfes und der Kirche im Forstkartenwerk des Kriegsrates Andreas Kieser, das dieser im Auftrag des Herzog-Administators Friedrich Karl (1677 bis1693) zwischen 1683 und 1688 erstellt hat. 1697 waren umfangreiche Bauarbeiten notwendig:
Das Schiff wurde um etwa zwei Meter nach Westen verlängert. Ein Wappenstein über dem Westeingang dokumentiert u.a. die Jahreszahl. 1851 wurde die Kirche aufgestockt und eine zweite Empore eingebaut, vor allem, um Platz für eine Orgel zu bekommen. Eine zweite, über dem Eingang zum Chorraum angebrachte Jahreszahl weist in das Jahr 1870. Damals wurde der baufällige Fachwerkturm durch einen massiven Steinturm ersetzt. Die hellen Sandsteine dazu wurden bei der Kelter von Bretzenacker gebrochen. Der Kirchturm misst bis zum Dach 59 Fuß (16,90 m), hat damit genau dieselbe Höhe wie der Vorgängerturm; bis zur Spitze des Kreuzes misst er 100 Fuß (28,649 m).

Die Kanzel

 

 

 

 

Die Kanzel stammt in der jetzigen Form aus dem Jahr 1851. Dabei wurden vier spätmittelalterliche Kanzelreliefs mit Prophetendarstellungen verwendet, deren Entstehung in die Jahre 1512/15 datiert wird. Die fünfte, schmälere Seite ist mit einem Blumenvasenmotiv gestaltet und wurde als Ergänzung wohl 1851 eingefügt.

 

 

 

 

 

Das südliche Fenster neben der Kanzel wurde von Professor Hans-Gottfried von Stockhausen aus Buoch im Jahr 2002 entworfen. Er hat es in der Firma Saile in Stuttgart geschaffen. Es werden zehn sehr filigran gestaltete Scheiben gezeigt: Zwei Reihen von jeweils fünf Bildern, wobei die jeweils nebeneinander stehenden sich gegenseitig interpretieren. Der Grundton ist tiefblau. Auf der linken Seite werden biblische Gleichnisse abgebildet, denen auf der rechten Seite meist Erfahrungsbilder gegenübergestellt werden.

 

Das östliche Chorfenster wurde von dem bekannten Stuttgarter Künstler Wolf-Dieter Kohler 1955 geschaffen und stammt aus der Werkstatt Gaiser in Stuttgart. Es werden sechs Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt: Geburt, Taufe, Fußwaschung, Kreuzigung, Auferstehung und Christus als Weltenherrscher. Alle Motive sind getragen von einer klaren und durchgängigen Farbsymbolik.

Die alte Orgel von 1851

Fast auf den Tag genau vor 154 Jahren ist auf der Westseite der zweiten Empore die erste Orgel von Andreas Laukhuff aufgestelltworden. Jetzt schmückt unsere St. Ulrichskirche eine Link-Orgel, die in die Brüstung der Westempore eingebaut worden ist.

Wir hoffen, dass durch die Klänge dieses Instruments vielen Menschen das Herz aufgeht zum fröhlichen Gotteslob.

 

Weitere Infos zur neuen Link-Orgel ...

Unsere neue Orgel aus dem Jahr 2005